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Ölpreise ignorieren OPEC - Abwärtstrend hält an

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Ölpreise ignorieren OPEC - Abwärtstrend hält an

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Die internationalen Ölmärkte haben zu Wochenauftakt die von der OPEC beschlossene Förderkürzung ignoriert. In London notierte das Barrel der Nordseesorte Brent bei 58,80 Dollar.
Auch das Texas-Öl WTI war billiger als am Freitag.
Händler erklärten, der Effekt der Fördersenkung der Exportländer werde überlagert von den guten US-Lagerbeständen.

Damit setzte der Ölpreis seinen Abwärtstrend fort.
Seit den Rekordständen aus dem Sommer verbilligte sich Rohöl um rund ein Viertel. Gegen diese Entwicklung hatte das Kartell mit einer Reduzierung seiner tatsächlichen Förderung vorgehen wollen.

Vergangene Woche hatten sich die Ölminister in Doha auf eine Kürzung von 1,2 Millionen Barrel pro Tag verständigt. Das war mehr, als von Analysten erwartet wurde.

OPEC-Präsident Edmund Daukoru erklärte, die derzeitige Überproduktion liege bei einer Million Barrel täglich und werde wahrscheinlich steigen.
Dies habe keinen Sinn. Die Märkte würden ausreichend mit Rohöl versorgt, es werde aber zu viel gefördert.

Es war die erste einstimmig getragene Fördersenkung der OPEC seit zwei Jahren.
Analysten zufolge verlor das Kartell damit jedoch an Glaubwürdigkeit, da nur die tatsächliche Förderung, nicht aber die offiziellen Produktionsquoten verändert wurden.

Auch reiche die vereinbarte Menge nicht aus, um eine Trendwende an den Märkten herbeizuführen.
Die Maßnahme sei allenfalls halbherzig, hieß es.