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Großbritannien will Zuwanderung für Bulgaren und Rumänen einschränken

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Großbritannien will Zuwanderung für Bulgaren und Rumänen einschränken

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Angesichts der EU-Erweiterung Anfang kommenden Jahres will der britische Innenminster John Reid die Zuwanderung von Billigarbeitskräften aus Bulgarien und Rumänien einschränken. Beide Länder werden der Union am 1. Januar 2007 beitreten. Reid kündigte in London an, dass ungelernte Arbeiter aus beiden Nationen zunächst nur in der Landwirtschaft und der lebensmittelverarbeitenden Industrie angestellt werden dürften. Es werde kein automatisches Recht darauf geben, nach Großbritannien zu kommen und dort zu arbeiten. Man werde Schritt für Schritt vorgehen und versuchen, den Bedürfnissen der Wirtschaft und dem Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu entsprechen. Bulgarien und Rumänien bedauerten den angekündigten Schritt Großbritanniens. Ein Sprecher des bulgarischen Außenministeriums sagte, man werde sich enttäuscht zeigen, sollte es Restriktionen für bulgarische Arbeiter geben. Bislang habe man hervorragende Beziehungen zu Großbritannien gehabt. Noch bei der Aufnahme von anderen Ostblockstaaten in die EU im Jahr 2004 war Großbritannien einer der wenigen EU-Staaten gewesen, die ihren Arbeitsmarkt umfassend geöffnet hatten. Seither kamen mehr als 500.000 Einwanderer ins Land, vor allem aus Polen.