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Portugals staatliche lfirma Galp ist an der Börse

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Portugals staatliche lfirma Galp ist an der Börse

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In Lissabon ist die staatliche portugiesische Ölfirma Galp an die Börse gegangen. Die Regierung erhofft sich von dem Verkauf von 23 Prozent der Anteile einen Erlös von etwa 1,1 Milliarden Euro. Es war das größte Marktdebüt in Portugal seit neun Jahren.

Der Emissionspreis lag mit 5,81 Euro im oberen Bereich der Ausgabespanne. Dies hielten viele Analysten wegen der derzeit schwierigen Marktbedingungen für Raffinerien für zu hoch. Der portugiesische Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos sprach dennoch von einer positiven Reaktion der Börse. Investoren hätten an dem Energieunternehmen ein großes Interesse. Schließlich sei das Papier 20fach überzeichnet gewesen.

Wegen Unstimmigkeiten unter den Gesellschaftern war der Börsengang mehrfach verschoben worden. Hauptaktionär ist der italienische Energieriese ENI, der ein Drittel an Galp hält. Ein ähnlich hoher Anteil ist in Händen der portugiesischen Gruppe Amorim.

Galp war vor sechs Jahren für privates Kapital geöffnet worden, um strategische Partnerschaften zu knüpfen. Der portugiesische Staat behält künftig insgesamt sieben Prozent.

Durch den Börsengang verzichtete der ENI-Konzern auf eine Option, die ihm die Erhöhung seines Anteils auf 47 Prozent erlaubt hätte. Die Italiener verpflichteten sich, für die Dauer von fünf Jahren nicht über ihre Sperrminorität hinauszugehen.

Galp hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund elf Milliarden Euro erzielt, vor allem mit dem Raffineriegeschäft. Seine wichtigsten Ölfelder befinden sich in Angola und Brasilien.