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Russland und Ukraine einigen sich auf Gaspreis

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Russland und Ukraine einigen sich auf Gaspreis

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Russland und die Ukraine haben sich offenbar auf den Preis für russisches Erdgas im kommenden Jahr geeinigt. Nach einem Treffen mit dem russischen Regierungschef Michail Fradkow sagte der ukrainische Ministerpräsident Viktor Janukowitsch, er werde bei etwas über 100 Euro pro 1000 Kubikmeter liegen. Das ist gut ein Drittel mehr als im Vorjahr, aber weit weniger als der Preis, den westliche Länder zahlen. Janukowitsch kündigte an, die Verhandlungen würden demnächst in Moskau abgeschlossen. Damit wäre die Gefahr einer neuen Auseinandersetzung um Erdgaslieferungen wie im vergangenen Winter vom Tisch. Auch damals hatte Russland den Preis für Erdgas erhöhen wollen. Als die Ukraine sich zunächst weigerte, kam es zu einem Lieferstopp. Er wirkte sich auch auf europäische Länder aus. Europa bezieht gut ein Viertel seines Erdgases aus Russland. In Kiew wurde nun bekannt, dass der russische Gas-Monopolist Gazprom und der ukrainische Gasversorger Naftogas sich auf die Lieferung von 55.000 Milliarden Kubikmetern Gas verständigt hätten. Nach Auffassung von Beobachtern muss die Ukraine eine Reihe politischer Zugeständnisse machen, um weiterhin von einem niedrigen Gaspreis zu profitieren. Dabei könnte es auch um ein Referendum über den von der Regierung in Kiew angestrebten Nato-Beitritt gehen.