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Spanier im Gazastreifen entführt

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Spanier im Gazastreifen entführt

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Ein spanischer Fotograf ist im palästinensischen Gazastreifen entführt worden. Emilio Morenatti ist 37 Jahre alt; er arbeitet für die Nachrichtenagentur AP, in deren Büro in Jerusalem. Er ist ein erfahrener Journalist; zuvor war er auch schon im Einsatz in Afghanistan.

Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos, früher selbst als Diplomat im Nahen Osten, sicherte zu, man werde alles tun, um Morenatti so schnell wie möglich freizubekommen.

Sowohl die palästinensische Regierung als auch Präsident Machmud Abbas riefen die Entführer auf, den Fotografen freizulassen. Saeb Erekat, ein enger Abbas-Berater, sagte, alle Palästinenser sollten gegen solche Entführungen auftreten. So etwas zerstöre das Ansehen der Palästinenser, ihr Anliegen und ihre Interessen.

Morenatti wurde entführt, als er früh eine Wohnung im Zentrum von Gaza-Stadt verließ. Vor dem Haus wartete sein Fahrer und Dolmetscher: Er sprach von vier bewaffneten Männern, die Morenatti in ihr Auto gezwängt hätten.

Ausländer wurden im Gazastreifen schon öfter entführt, kamen aber meist nach kurzer Zeit frei. Zuletzt traf das im August zwei Journalisten des amerikanischen Fernsehsenders Fox. Sie wurden nach zwei Wochen freigelassen – allerdings erst, nachdem sie unter Androhung von Waffengewalt vorgegeben hatten, zum Islam überzutreten.