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Strassenschlachten in Budapest nach Gedenkfeierlichkeiten zum Volksaufstand vor 50 Jahren

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Strassenschlachten in Budapest nach Gedenkfeierlichkeiten zum Volksaufstand vor 50 Jahren

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Am Montagabend haben sich am Rande der Gedenkfeierlichkeiten für den Volksaufstand vor 50 Jahren etwa 1000 Demonstranten eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Die Polizisten feuerten Gummi-Geschosse auf die Demonstranten und trieben sie mit Tränengas auseinander. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden etwa 40 Menschen verletzt.

Auslöser für die Protestaktionen war die Auflösung einer Dauerdemonstration von Rechtsextremisten am Morgen. Dabei hatte die Polizei zehn Personen festgenommen. Am Vormittag kam es außerdem zu friedlichen Demonstrationen der rechtsnationalen Oppositionspartei FIDESZ. Sie boykottierte aus Protest gegen Ministerpräsident Gyurcsany den offiziellen Festakt.

Die Staats- und Regierungsspitze sowie Gäste aus mehr als 50 Ländern gedachten am Kossuthplatz der Menschen, die ihr Leben verloren, als der Aufstand von den Truppen der Sowjetunion niedergeschlagen wurde. Der ungarische Volksaufstand hatte am 23. Oktober 1956 mit einer Großdemonstration von Studenten begonnen.

Als die Polizei Demonstranten von den Festakt zurückdrängte, bemächtigten sich einige von ihnen eines historischen Panzers, der als Kulisse für die Feierlichkeiten diente, und steuerten mit ihm auf die Polizei zu. Wie ein Kamerman der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, begann die umstehende Menschenmenge zu jubeln, daraufhin setzte die Polizei Tränengas ein.