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Ungarn: Polizei bereitet sich auf weitere Krawallnacht vor

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Ungarn: Polizei bereitet sich auf weitere Krawallnacht vor

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Die Ruhe täuscht. Zwar kehrte Ungarn an diesem Dienstag zur Normalität zurück. Die Unzufriedenheit über die amtierende Regierung hat jedoch nicht nachgelassen. Die führende Oppositionspartei leitete ein Volksbegehren gegen die Regierung ein. Mithilfe des Referendums will sie unbeliebte Reformen zu Fall bringen.

Ungarns Ministerpräsident Ferentz Guyrcsany gab im Gegenzug der Opposition die Schuld an den Unruhen der vergangenen Nacht. Trotz aller Kritik versicherte ihm seine Koalition aus Sozialisten und Freien Demokraten weiter ihre Unterstützung.

Die Polizei bereitete sich unterdessen auf eine weitere mögliche Krawallnacht vor. Die Unruhen der Regierungsgegner hatten sich am Rande der 50. Jahresfeiern des Budapester Volksaufstands neu entzündet. Dabei wurden knapp 170 Menschen verletzt, mehr als 130 Personen wurden vorläufig festgenommen.

Seit Wochen wollen Regierungsgegner den Rücktritt Guyrczanys durchsetzen. Auslöser war der Mitschnitt einer parteiinternen Rede, auf dem der Regierungschef Lügen im Wahlkampf zugegeben hatte.