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Brennende Busse in Paris ein Jahr nach den Vorstadtunruhen

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Brennende Busse in Paris ein Jahr nach den Vorstadtunruhen

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Fast genau ein Jahr nach den schweren Vorstadt-unruhen in Frankreich sind in Paris vergangene Nacht vier Busse in Brand gesetzt worden. Die Vorfälle haben die Angst vor weiteren Krawallen neu entfacht. Vor einem Jahr brannten in Paris und in anderen Städten des Landes hunderte Autos.

Bei den Zwischenfällen der vergangenen Nacht wurde niemand verletzt. Nach Angaben der Polizei waren die Täter jedoch bewaffnet; einer der Fahrer sei mit einer Pistole bedroht worden. Diese Vorfälle in bestimmten Stadtteilen müssten zu sofortigen Reaktionen führen, zu Festnahmen, sagte Premierminister Dominique de Villepin. Und es werde Festnahmen geben, betonte er, Festnahmen und sofortige, exemplarische Strafen. Es werde kein rechtsfreier Raum im Lande geduldet; vielmehr müssten überall in Frankreich die gleichen Regeln gelten und auch die gleichen Chancen bestehen.

In den südlichen Vororten der Hauptstadt sollen jetzt bis auf weiteres abends und nachts keine Busse mehr fahren.
Die Krawallmacher hätten offenbar einen weiteren Tag des Jahres festgesetzt, an dem Busse in Brand gesetzt würden, wie schon am Nationalfeiertag und in der Silvesternacht, sagte ein Busfahrer. Die Krawalle vor einem Jahr dauerten drei Wochen. Dabei kam es in mehr als 300 Städten zu Zwischenfällen.