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Prodi Opfer illegaler Spionage

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Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi ist nun auch Opfer illegaler Spionage geworden. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa drangen Mitarbeiter des italienischen Zolls sowie der Finanzpolizei insgesamt 128 Mal unrechtmäßig in die Steuerdateien Prodis ein. Auch die Konten seiner Ehefrau seien ausspioniert worden, hieß es.

Umweltminister Alfonso Pecoraro Scanio sagte, das sei nicht der erste Spionagefall im Land. Man müsse begreifen, dass der Regierungschef über einen längeren Zeitraum Opfer eines Angriffs gewesen sei, das sei unverantwortlich. Die Staatsanwaltschaft Mailand soll nun nach einer Anzeige des Wirtschaftsministeriums Ermittlungen aufgenommen haben. Gegen Prodi liege aber nichts vor. Seit seinem Amtsbeginn im Mai hat Prodi sieben Mal die Vertrauensfrage gestellt. Für diesen Donnerstag stand im Abgeordnetenhaus wieder eine solche Abstimmung auf der Tagesordnung.