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Wahlkampf in Brasilien vor Stichwahl am Sonntag

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Wahlkampf in Brasilien vor Stichwahl am Sonntag

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Bei der Präsidentenwahl in Brasilien am kommenden Sonntag hat Herausforderer Geraldo Alckmin den Meinungsumfragen zufolge zwar keine Siegeschancen, doch im Wahlkampf lässt er nicht nach: Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Sao Paolo, der für die gemäßigte Sozial-demokratische Partei antritt, wirft dem linksgerichteten Präsidenten Misswirtschaft und Korruption vor. So könne es nicht weitergehen, die Menschen im Lande hätten genug, sagte Alckmin bei einer Wahlveranstaltung in Sao Paolo.

Doch den Meinungsforschern zufolge haben die Menschen keineswegs genug von ihrem Präsidenten Luis Ignazio Lula da Silva: Sein Vorsprung in den Umfragen beträgt gut zwanzig Prozent. Vor vier Jahren wurde er zum Präsidenten des größten lateinamerikanischen Landes gewählt. Die Wiederwahl schon in der ersten Runde am 1.Oktober verfehlte er knapp. So muss er sich am kommenden Sonntag einer Stichwahl stellen. Seine Regierung habe Fehler gemacht, das müsse er eingestehen, sagte Lula, aber den Menschen gehe es besser als in den acht Jahren, in denen die andere Seite das Land regiert habe.

Sollte Lula wie erwartet gewinnen, steht ihm eine schwierige Amtszeit bevor: Mit zwei bis drei Prozent Wirtschaftswachstum steht Brasilien in Lateinamerika ganz unten.