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Erste Maßnahmen gegen befürchteten Ansturm bulgarischer und rumänischer Arbeitssuchender in der Alt-EU

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Erste Maßnahmen gegen befürchteten Ansturm bulgarischer und rumänischer Arbeitssuchender in der Alt-EU

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Kurz vor dem Beitritt von Rumänien und Bulgarien beginnen die ersten EU-Staaten, ihren Arbeitsmarkt vor den Neuzugängen abzuschotten. Großbritannien und Irland wollen diesmal gering Qualifizierte vorerst nur in Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung beschäftigen. Bei der vorigen Erweiterung hatten sie als erste ihren Markt ganz geöffnet.

Nun kündigten sie als erste Beschränkungen an, Deutschland, Österreich, Dänemark und die Niederlande dürften folgen, während Finnland, Polen und einige andere Länder im Osten der EU die Öffnung entweder schon offiziell angekündigt haben oder dies wie Schweden erwägen. Bis zu sieben Jahre lang können die Altstaaten ihren Markt abschotten.

Großbritannien und Irland verzeichneten nach der Beitrittswelle 2004 einen deutlichen Anstieg von Arbeitssuchenden aus den neuen EU-Staaten – entgegen den Beteuerungen der Kommission. Allein in Großbritannien waren es 600.000. Laut dem Innenminister füllten sie zwar Lücken im Arbeitsmarkt, doch seien auffällig viele Schüler mitgekommen, und teilweise sei der Wohnraum knapp.