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Mexiko: Proteste gegen USA

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Mexiko: Proteste gegen USA

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Das umstrittene US-Gesetz zur Grenzsicherung hat für heftige Reaktionen gesorgt. In den kommenden Jahren soll eine Mauer auf rund 1200 km an der mexikanischen Grenze errichtet werden – entlang der vier Bundesstaaten Kalifornien, New Mexiko, Arizona und Texas. Ziel ist, illegale Einwanderer fernzuhalten.

Sie werden von vielen US-Bürgern als Bedrohung der Arbeitsplätze angesehen und für wachsende Kriminalität verantwortlich gemacht. Das gestern unterschriebene Gesetz könnte Bush also konservative Stimmen bei der Kongresswahl Anfang November sichern. Ihm war in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen worden, das Thema illegale Immigration vernachlässigt zu haben.

Für große Kritik sorgte das Gesetz in Mexiko. Der mexikanische Präsident Felipe Calderón zog in Kanada eine Prallele zur Berliner Mauer. Er sagte: “Ich würde gern nochmals klar machen, dass es sich für uns um eine bedauernswerte Entscheidung handelt, die der US-Kongress und die Regierung getroffen haben, nämlich eine Mauer an der Grenze zu bauen. Mauern lösen keine Probleme.”

Eine Ansicht, die auch die Demonstranten vor der US-Botschaft in Mexiko City teilen. Sie erinnerten daran, dass die amerikanische Wirtschaft auf die mexikanischen Einwanderer angewiesen ist. Trotz der Grenzsicherung würden auch weiterhin Immigranten ihr Leben riskieren, so die Befürchtung der Demonstranten.