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Bolivien schließt Ölförderverträge mit zwei ausländischen Konzernen

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Bolivien schließt Ölförderverträge mit zwei ausländischen Konzernen

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Nach der Verstaatlichung der Ölförderung in Bolivien hat die Regierung neue Abkommen mit dem US-Unternehmen Vintage und dem französischen Konzern Total geschlossen. Die Unterzeichnung fand im gleichen Saal statt, in denen vor zehn Jahren der damalige bolivianische Präsident die Dekrete zur Privatisierung der Ölindustrie erlassen hatte.

Präsident Evo Morales hatte Anfang Mai die Verstaatlichung des bolivianischen Erdöl- und Erdgassektors eingeleitet. Die natürlichen Ressourcen des Landes gehörten nun dem Staat, sagte er anlässlich der nunmehrigen Vertragsunterzeichnung, aber Partner für Investitionen seien in Bolivien jederzeit willkommen: “Wie andere sozialistischen Staaten brauchen wir Investitionen und Geschäftspartner. Heute schließen wir mit zwei Unternehmen Abkommen, das heißt, dass sie Partner sind und nicht die Besitzer der Ressourcen.”

Morales hatte ausländischen Förderunternehmen eine Frist gesetzt: Bis Samstag müssten sie neue Verträge zur Ölförderung in Bolivien abschließen oder das Land verlassen. Allerdings deutete Morales am Freitag an, dass diese Frist auch verlängert werden könnte. So sind etwa Verhandlungen mit einem brasilianischen und einem spanisch-argentinischen Unternehmen noch nicht abgeschlossen. Am Dienstag will Morales zudem die Verstaatlichung der Bergbauindustrie bekannt geben.