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Präsidentschafts-Stichwahl in Brasilien: Amtsinhaber Lula da Silva haushoher Favorit

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Präsidentschafts-Stichwahl in Brasilien: Amtsinhaber Lula da Silva haushoher Favorit

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Kurz vor der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Brasilien baut Amtsinhaber Luiz Ignacio Lula da Silva seinen Vorsprung immer weiter aus. Bei der letzten TV-Debatte vor der Wahl versuchte sein Herausforderer, der Sozialdemokrat Geraldo Alckmin, doch noch einmal zu punkten. “Eine Regierung darf nicht schwerfällig sein”, sagte Alckmin, “sondern sie muss wirtschaftliche Aktivität zeigen. Nicht Stabilität, sondern Wachstum ist ein Wirtschaftsplan.”

Lula da Silva selbst zeigte sich in der Debatte siegesgewiss – und sogar ein wenig herablassend gegenüber Alckmin. Er habe den Eindruck, dieser sei in den vergangenen Jahren nicht in Brasilien gewesen, sagte Lula da Silva, und wörtlich: “Andernfalls müsste er diese Debatte damit beginnen, mir zu danken, dafür, dass ich das Land gerettet habe.”

Meinungsforscher sehen die Stichwahl bereits entschieden. Der Sozialist da Silva liegt in Umfragen bei einem Stimmenanteil von 61 bis 63 Prozent und damit bis zu 26 Prozentpunkte vor Alckmin. Lula selbst, der in der ersten Wahlrunde überraschend die absolute Mehrheit verpasst hatte, versprach zum Abschluss des Wahlkampfes, er werde den höchsten Sieg bei Präsidentschaftswahlen in den vergangenen 15 Jahren erreichen. Alckmin setzte in seinem Wahlkampf vor allem auf Kritik an Lula und warf ihm wiederholt Korruption vor. Außerdem kündigte er im Fall eines Wahlsiegs neue Freihandelsverträge und eine weitergehende Öffnung der Wirtschaft an.