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Skandal in Italien Chef Romano Prodi zieht weitere Kreise

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Skandal in Italien Chef Romano Prodi zieht weitere Kreise

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Der Spionge-Skandal in Italien nimmt kein Ende. Die Steuerdateien von immer mehr Politikern und Promienten sollen auspioniert worden sein. Regierungs-Chef Romano Prodi will sich heute Mittag öffentlich auf einer Pressekonferenz äussern.
“Die Sache erklärt sich von selbst.”, sagte Prodi am Abend. “Die Staatsanwaltschaft wird der Sache auf den Grund gehen.”

Die Spionage-Attacken sollen sich vor den Parlamentswahlen im April dieses Jahres gehäuft haben. Prodi äusserte den Verdacht, seine Gegener hätten ihn mit schmutzigen Tricks stoppen wollen.

Für Prodis Amtsvorgänger Berlusconi, der selbst bespitzelt wurde, ist die Sache eine “Staubwolke” der Regierung. “Es hat nicht nur den Ministerpräsidenten Prodi getroffen, sondern auch mich und andere Menschen die in der öffentlichkeit stehen, wie beispielsweise meine Söhne.”

Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt Medienberichten zufolge inzwischen gegen mehr als 120 Verdächtige. Diese seien in den vergangenen zwei Jahren unrechtmäßig in die Dateien eingedrungen. Im Verdacht stünden vor allem Mitarbeiter der Finanzbehörden, der Finanzpolizei und des Zolls. über die Hintermänner und Motive ist noch nichts bekannt.