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Präsidentschafts-Stichwahl in Brasilien: Lula da Silva als klarer Favorit


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Präsidentschafts-Stichwahl in Brasilien: Lula da Silva als klarer Favorit

In Brasilien hat am Sonntag die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen begonnen. Amtsinhaber Luiz Ignacio Lula da Silva von der Arbeiterpartei geht als haushoher Favorit in die Stichwahl – und das trotz seiner Verstrickungen in zahlreiche Korruptionsaffären. Er gab am Morgen seine Stimme in einem Wahllokal in Sao Paulo ab. Auch sein sozialdemokratischer Herausforderer Geraldo Alckmin wählte in Sao Paulo. Umfragen geben ihm jedoch kaum eine Chance auf den Sieg. Er lag zuletzt bis zu 26 Prozentpunkte hinter Lula da Silva. Offenbar sorgte unter anderem Alckmins vage Ankündigung, das Sozialprogramm anzupassen, für Verunsicherung bei vielen Wählern.

Am 1. Oktober hatte Lula da Silva überraschend die absolute Mehrheit verpasst, und auch vor der Stichwahl konnte keiner der Kandidaten seine Anhänger so recht mobilisieren. Statt Zehntausender Menschen kamen nur ein paar Tausend zu den letzten Wahlveranstaltungen. Wie schon in der ersten Runde wurde auch diesmal in fast allen Wahllokalen elektronisch abgestimmt. Rund 126 Millionen Wahlberechtigte waren laut Gesetz zur Stimmabgabe verpflichtet. Erste Hochrechnungen sollten in der Nacht veröffentlicht werden.

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