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Beratungen in Frankreich über Konsequenzen aus folgenschwerem Brandanschlag

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Beratungen in Frankreich über Konsequenzen aus folgenschwerem Brandanschlag

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Nach dem folgenschweren Brandanschlag auf einen Bus in Marseille hat der französische Premier-Minister Dominique de Villepin für heute eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts einberufen, bei der die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr erörtert werden soll. Am Sonntag weigerten sich Busfahrer in Marseille, die Arbeit aufzunehmen. Die Brandstifter seien offenbar weiter auf freiem Fuß, sagte ein Fahrer; da sei die Fahrt zu gefährlich.

Bei dem Anschlag erlitt eine junge Frau lebensgefährliche Verbrennungen; nach Angaben der Ärzte sind 60 Prozent ihrer Haut verbrannt. Der Bus sei brennend herangerollt und dann gegen Fahrbahnbegrenzungen geprallt, sagt eine Augenzeugin. Vier Jugendliche hatten den Linienbus am Samstag-abend überfallen und mit Benzin in Brand gesetzt. Eine Studentin senegalesischer Herkunft konnte sich nicht schnell genug aus dem Bus retten. Es war der erste schwerwiegende Vorfall nach dem Jahrestag der Vorstadtunruhen von 2005.