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Internetforum: Kritik an Google

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Internetforum: Kritik an Google

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In Athen hat das erste Internetforum unter UNO-Schirmherrschaft begonnen. Vier Tage lang werden dort rund 1200 Delegierte aus aller Welt über die wichtigsten Themen des World Wide Web sprechen: Beispielsweise darüber, wer das Netz künftig verwalten soll.

Wie schon im vergangenen Jahr auf dem Internetgipfel in Tunis fordern allen voran die europäischen Staaten, China und Indien, das Netz dürfe nicht ausschließlich in amerikanischen Händen bleiben.

Die europäische Informationskommissarin Viviane Reding sagte, für die EU-Kommission sei es höchste Priorität, das Internet als offenen und zensurfreien Raum zu erhalten. “Dort sollen alle Bürger der Welt mit jedem frei kommunizieren, ohne dafür vorher eine Erlaubnis einzuholen, auch nicht die ihrer Regierung – gemäß den international anerkannten grundlegenden Rechten.”

Eine Anspielung auf den Suchmaschinengiganten Google. Er ist auf dem Athener Internetforum vertreten, um sein angeschlagenes Image aufzupolieren. Google wird heftig kritisiert, weil die Suchmaschine neuerdings in China in einer zensierten Version abzurufen ist.

Der Konzern argumentiert, die Chinesen hätten nun trotz Zensur Zugang zu mehr Informationen. Die auch in Athen vertretene Menschenrechtsorganisation Amnesty International will dies nicht gelten lassen. Sie wirft Google Geschäftemacherei und Opportunismus vor.