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Krisensitzung nach Busbränden in Frankreich

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Krisensitzung nach Busbränden in Frankreich

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Die brennenden Busse in Frankreich zeigen Wirkung: Zu einer Krisensitzung haben sich mehrere Minister mit den Spitzen der französischen Bahn und der Pariser Verkehrsbetriebe getroffen. Sie suchen Möglichkeiten, wie man den Nahverkehr besser vor solchen Angriffen schützen kann.

Innenminister Nicolas Sarkozy will solche Taten aber nicht länger entschuldigen: Das passiere doch nicht, weil die Täter Opfer von Rassismus seien, sagt er. Ihr Leben werde auch nicht davon besser, dass sie das Auto des Nachbarn anzündeten. Der Nachbar sehe sich doch genauso als Opfer von Rassismus, Demütigung und Diskriminierung.

Sarkozy gab sich auch zuversichtlich, was die Ermittlungen angeht: Man habe vor Ort die technischen Mittel genauso wie das Personal, um die Täter zu fassen. Man werde sie finden.

Ein Jahr sind die Unruhen in den Vororten der großen Städte jetzt her, bei denen tausende Autos in Flammen aufgingen. Die befürchtete Wiederholung blieb bisher aus, aber in eingen Fällen steckten maskierte Jugendliche städtische Busse in Brand.

Im jüngsten Fall im südfranzösischen Marseille war allerdings noch eine Frau im Bus, eine 26-Jährige Studentin aus Senegal. Sie liegt mit schwersten Brandwunden im Krankenhaus, nach wie vor schwebt sie in Lebensgefahr.