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Neuer internationaler Gewerkschaftsbund entsteht

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Neuer internationaler Gewerkschaftsbund entsteht

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Die Wirtschaft ist globalisiert, die Arbeit muss es auch sein – nach dieser Devise schließen sich die beiden größten Gewerkschaftsbünde der Welt jetzt zusammen. In Wien treffen sich dazu drei Tage lang Vertreter aus aller Welt. In der neuen Organisation, dem IGB, sind rund dreihundert Einzelgewerkschaften vertreten: Sie stehen für mehr als 160 Millionen Mitglieder.

Neuer Vorsitzender wird wohl der Brite Guy Ryder werden; er ist der einzige Kandidat, und er hat auch schon die eine der beiden Vorgängerorganisationen geführt. Als Ziel der Vereinigung nennt er die bestmögliche Vertretung der Rechte und der Interessen von arbeitenden Menschen in der ganzen Welt.

Die neue Organisation soll die Zerstrittenheit zwischen sozialdemokratisch und christlich geprägten Gewerkschaften beseitigen. Außerdem erhofft man sich mehr Einfluss in Ländern, wo es Gewerkschaften bisher schwer haben und nur schwach organisiert sind.

Auch einige Gewerkschaften, die bisher keinem internationalen Bündnis angehörten, kommen nun mit ins Boot, wie die französische CGT. Weiterhin draußen bleibt der kommunistisch ausgerichtete Weltgewerkschaftsbund.

Seinen Sitz wird der IGB in Brüssel haben, wie auch schon seine Vorgängerorganisationen. Am Freitag soll der Gründungskongress zu Ende gehen. Dann wird über Programm und Aufbau abgestimmt und natürlich auch der Vorsitzende gewählt.