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Israelischer Militäreinsatz im Gazastreifen geht weiter

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Israelischer Militäreinsatz im Gazastreifen geht weiter

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Wieder sorgen palästinensische Raketen für Kämpfe im Gazastreifen: Raketen, die auf israelische Orte in der Nähe der Grenze abgefeuert wurden. Israels Armee dehnte daraufhin ihren Militäreinsatz im Gazastreifen noch aus; auch an diesem Tag starben dabei mindestens wieder vier Menschen.

Israels Außenministerium verteidigt die Angriffe: Man wolle nur die eigenen Bürger schützen, sagt sein Sprecher Mark Regev. Hunderte Raketen seien aus dem Gazastreifen abgefeuert worden, alleine dreihundert von Bet Hanun aus. Sie würden wahllos auch auf Zivilisten gerichtet; man müsse diese Raketenstarts verhindern.

Bet Hanun – das ist auch die Stadt, auf den sich der israelische Militäreinsatz konzentriert. Zwischen beiden Seiten kam es hier wieder zu heftigen Kämpfen; Israel setzte Panzer und Hubschrauber ein. Die Palästinenser sehen ihren Raketenbeschuss aber nur als Antwort auf die israelischen Luftangriffe der letzten Wochen und Monate, bei denen fast dreihundert Menschen getötet wurden.

Die Palästinenserregierung habe andere Länder um Hilfe gebeten, sagt Gasi Hamad, der Sprecher der Hamas-Partei – arabische, aber auch europäische. Es gebe aber kein Anzeichen, dass diese Länder ernsthafte Schritte unternehmen würden.

Nach palästinensischen Angaben waren unter den Toten auch wieder Zivilisten. Darunter sei ein alter Mann gewesen, der auf seinem Balkon erschossen wurde. Mögliche Friedensgespräche sind mit dem Militäreinsatz wieder in weite Ferne gerückt, ebenso wie eine Freilassung des im Juni im Gazastreifen entführten israelischen Soldaten.