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Kommission droht mit gesetzlicher Pflicht zur Produktion umweltfreundlicherer Autos

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Kommission droht mit gesetzlicher Pflicht zur Produktion umweltfreundlicherer Autos

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Zur Senkung der Schadstoffbelastung durch Auto-Abgase droht der EU-Umweltkommissar in Bälde verbindliche Gesetzvorgaben an. Da die freiwillige Selbstverpflichtung bei den Herstellern nicht richtig funktioniere, wolle die Kommission nun den Kohlendioxidausstoß bei Neuwagen gesetzlich beschränken, wurde Stavros Dimas von Medien zitiert. Ähnliches soll für den Stickoxid-Ausstoß gelten.

Freiwillig hatten Europas Hersteller sich verpflichtet, jene Emissionen bei Neuwagen bis 2008 auf 140 Gramm pro Kilometer und bis 2012 auf 120 Gramm im Durchschnitt zurückzufahren. Nach Angaben der Kommission lagen die Fahrzeuge 2004 deutlich höher, Dimas fürchtet, dass das 140-Gramm-Ziel kaum einzuhalten ist.

Die Industrie protestierte gegen gesetzliche Vorgaben. Sie verwies auf die Kunden, die sichere, größere Modelle wünschten, was aber kontraproduktiv bei der Schadstoffbelastung sei. Die Hersteller fordern stattdessen Steueranreize zum Kauf saubererer Fahrzeuge.