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Lawrow: "Wir haben genug von Georgien"

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Lawrow: "Wir haben genug von Georgien"

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Vor dem EU-Russland-Gipfel in drei Wochen haben Außenminister Sergej Lawrow und seine europäischen Kollegen in Brüssel die Kernpunkte des neuen Partnerschaftsabkommens ausgelotet. Etliche Fragen wie Menschenrechte und Energiepolitik sind umstritten. Auch Moskaus Konflikt mit Georgien seit der Festnahme mutmaßlicher Spione beunruhigt die EU-Politiker. Sie sehen mit Argwohn, wie Russland politisch und wirtschaftlich Druck ausübt.

Lawrow antwortete auf die Frage, was Georgien nun gegenüber Russland tun solle: “Ich hoffe, dass Georgien nichts mehr tut. Wir haben wirklich genug von Georgien. Sie tun damit niemandem einen Gefallen. Wir sollten jetzt zu normalen, zivilisierten Beziehungen zurückfinden.”

Dass der russische Konzern Gasprom ähnlich wie im Fall der Ukraine die Preise für die georgischen Kunden demnächst mehr als verdoppeln will, wurde von der EU kritisiert: Sie appellierte an Russland, die Preise entsprechend den Möglichkeiten der Kunden an marktwirtschaftliches Niveau anzupassen. Auch um die eigene Versorgung sorgen sich die 25 weiter, wie schon beim Herbst-Gipfel mit Ehrengast Putin besprochen. Russland verweigert bislang Liefergarantien und die Absicherung ausländischer Investitionen im Energiesektor.