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Peking will mit Handel Afrika erobern

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Peking will mit Handel Afrika erobern

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Mit Handel und Investitionen will China den afrikanischen Kontinent erobern. In Peking wurde für mehr als 40 Staats- und Regierungschefs aus Afrika der rote Teppich ausgerollt. Es ist das größte Gipfeltreffen, das die chinesische Hauptstadt je erlebt hat. In seinem Mittelpunkt steht der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Seit 2000 hat sich der Handel verfünffacht und wird in diesem Jahr ein Volumen von 50 Milliarden Dollar haben.

Anders als die Europäische Union oder die USA stößt sich die Pekinger Führung weder an Bürgerkriegen und Menschenrechtsverletzungen noch an Korruption und Vetternwirtschaft. “Die afrikanischen Staats- und Regierungschefs haben ihr Vertrauen in China unterstrichen”, so der chinesische Außenminister Liu Jianchao. “Wir sind Freunde.” Peking geht es in erster Linie um Rohstoffe, um die Bodenschätze Afrikas. Angola, das wegen seiner Korruption gemieden wird, ist Chinas größter Öllieferant. Der Sudan exportiert dank chinesischer Investitionen Öl für zwei Milliarden Dollar. Die Hälfte davon geht ins Reich der Mitte. Im Gegenzug bremst China im Weltsicherheitsrat Bemühungen, den Völkermord in Darfur zu stoppen.