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Spannungen in Kirgisistan halten an

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Spannungen in Kirgisistan halten an

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In der Hauptstadt Bischkek haben mehrere hundert Anhänger der Opposition die Nacht in Zelten verbracht. Die Demonstranten werfen Präsident Kurmanbek Bakijew und der Regierung vor, demokratische Reformen zu verschleppen. Bereits gestern hatten sich bis zu 10 000 Menschen versammelt und den Rücktritt Bakijews gefordert.

Er wolle ohne Umschweife sagen, dass man hier nicht in Europa sei, so Ministerpräsident Felix Kulow. Unruhen wie in Ungarn oder in Frankreich werde es nicht geben. Das von der turksprachigen Kultur geprägte zentralasiatische Land hat etwas mehr als fünf Millionen Einwohner. Die Polizei zog starke Einsatzkräfte zusammen, schritt bisher aber nicht ein. Im vergangenen Frühjahr war nach öffentlichen Protesten der langjährige Staatschef Askar Akajew zurückgetreten. Die USA unterhalten einen Militärstützpunkt in Bischkek. An diesem Freitag wird der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Kirgisistan erwartet.