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Demonstrationen von Ultranationalisten und Antifaschisten in Russland

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Demonstrationen von Ultranationalisten und Antifaschisten in Russland

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Am neuen russischen Nationalfeiertag ist es in St. Petersburg zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten gekommen. Antifaschistische Gruppen protestierten gegen Aufmärsche von Ultranationalisten. Diese demonstrierten mit ausländerfeindlichen Parolen gegen den Zuzug von Nichtrussen; trotz des Verbots sich zum “Tag der nationalen Einheit” zu Aufmärschen zu versammeln.

Die Polizei beendete gewaltsam eine Massen-Schlägerei und nahm etwa fünfzig Menschen fest. In Moskau schlossen sich rechte Gruppen einer genehmigten Kundgebung nationalistischer Parteien an. 2000 Personen versammelten sich in einem Park der Haupstadt.

Die Polizei setzte 6500 Sicherheitskräfte ein. Mehrer hundert rechtsgerichteter Demonstranten wurden festgenommen. Russland feiert zum zweiten Mal seinen neuen Nationalfeiertag. Nach dem Willen des Kremls soll er die kommunistischen Feiern zum Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 ersetzen.

Präsident Putin legte Nelken am Denkmal von Minin und Poscharski nieder. Die Nationalhelden hatten im 17. Jahrhundert die Befreiung Moskaus von polnisch-litauischen Besetzern geführt. Schon 2005 wurde der Tag von rechtsradikalen Demonstrationen überschattet.