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Italiener nach Geiselhaft in Afghanistan wieder in Rom

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Italiener nach Geiselhaft in Afghanistan wieder in Rom

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Nach drei Wochen Geiselhaft in Afghanistan ist der italienische Fotoreporter Gabriele Torsello wieder in Rom. Er traf gegen Mittag mit einer Sondermaschine auf dem Militärflughafen Ciampino ein. Dort wurde er von Verteidigungsminister Arturo Parisi begrüßt.

Torsello war am Vortag auf einer Landstraße in der Nähe der Stadt Kandahar im Süden Afghanistans freigelassen worden. An den Verhandlungen mit den Kidnappern waren italienische Geheimdienste beteiligt. Nach seiner Freilassung wurde Torsello in die italienische Botschaft in Kabul gebracht.

Der Fotograf, ein konvertierter Moslem, war vor drei Wochen in der südlichen Krisenprovinz Helmand aus einem Bus verschleppt worden. Die Taliban erklärten, mit dem Fall nichts zu tun zu haben und bezeichneten die Entführer als Kriminelle. Torsello wurde nach eigenen Angaben weitgehend in Dunkelheit festgehalten; anfangs habe er den Koran lesen dürfen. Unterdessen wurde das große Solidaritäts-Banner am Kapitol in Rom eingezogen.