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Veto-Mächte und Deutschland beraten nächste Woche weiter

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Veto-Mächte und Deutschland beraten nächste Woche weiter

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Im Atomstreit mit dem Iran sind die Beratungen über einen Resolutionsentwurf der fünf Vetomächte und Deutschlands ergebnislos zu Ende gegangen. Für die USA gehen die Sanktionen nicht weit genug. Für Russland und China ist das Gegenteil der Fall.

Moskau will Änderungen am Resolutionsentwurf. So soll das im Text genannte Atomkraftwerk Bushehr gestrichen werden. Der russische Vertreter Vitaly Churkin begründete, Moskau halte das Bushehr-Projekt für unbedenklich. Es handele sich um ein Atomkraftwerk, das zu friedlichen Zwecken mit Hilfe seines Landes gebaut wird. Alles sei vereinbar mit dem Atomwaffensperrvertrag.

Die Chinesen bezeichneten den Resolutionsentwurf als zu streng. Ihr Vertreter Wang Guangya sagte, man könne auf den Iran nicht dieselben Strafmaßnahmen anwenden wie auf Nordkorea. Die UN-Vertreter wollen voraussichtlich kommende Woche weiter beraten. Im Entwurf wird der Iran aufgefordert, seine Urananreicherung einzustellen. Er sieht ein Verbot des Handels mit Atom- und Raketenmaterial vor. Teheran hatte gestern nach eigenen Angaben erneut erfolgreiche Raketentests durchgeführt. Die Flugkörper hätten eine Reichweite von bis zu 170 Kilometern, hieß es.