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Irak erwartet Urteil gegen Saddam Hussein

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Irak erwartet Urteil gegen Saddam Hussein

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Vor dem für heute erwarteten Urteil gegen Ex-Machthaber Saddam Hussein sind die Sicherheitsvorkehrungen im Irak deutlich verschärft worden. Irakische und amerikanische Soldaten errichteten zusätzliche Kontrollposten und verstärkten ihre Patrouillen. In der Hauptstadt Bagdad und mehreren Provinzen wurde ein Ausgehverbot angeordnet.

Die Gewalt hatte in den letzten Tagen einen weiteren Höhepunkt erreicht. Im südirakischen Basra traf eine Rakete ein Elektrizitätswerk. In Bagdad explodierte eine Autobombe. 53 Terroristen des Netzwerks Al-Qaida kamen ums Leben. Mitglieder der Präsidentengarde starben im nordirakischen Kirkuk.

Ministerpräsident Nuri Al-Maliki rief die Iraker auf, nach dem Urteilsspruch Ruhe zu bewahren. “Wir hoffen, dass das Urteil diesem Mann gibt, was er wegen der Verbrechen am irakischen Volk verdient”, sagte der Regierungschef. Im vergangenen Monat hatte er erklärt, er hoffe, dass Saddam Hussein gehängt werde. Der frühere Machthaber muss sich wegen eines Massakers an Schiiten vor Gericht verantworten. Befinden die Richter ihn für schuldig, droht ihm die Todesstrafe. Allerdings käme es bei einem Todesurteil automatisch zu einem Berufungsprozess.