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"Lebensborn"-Kinder suchen ihre Eltern

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"Lebensborn"-Kinder suchen ihre Eltern

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“Lebensborn” war in Nazi-Deutschland ein staatlich geförderter Verein, der zur Erhöhung der Geburtenrate und zur Betreuung unehelicher Kinder von SS-Angehörigen dienen sollte. Das erste Kinderheim wurde 1936 eröffnet, weitere folgten, darunter im ostdeutschen Wernigerode. Während des Zweiten Weltkrieges wurden solche Heime auch in den besetzten Gebieten ins Leben gerufen.

Gegründet wurde “Lebensborn” auf Veranlassung Heinrich Himmlers, Reichsführer der SS und Chef der Deutschen Polizei. In den Heimen in Nazideutschland kamen rund 8.000 Kinder zur Welt. Viele kennen ihre Eltern bis heute nicht. Der Verein “Lebensspuren” versucht diesen Menschen zu helfen. Seine inzwischen 80-jährige Mutter sei ausfindig gemacht worden, habe aber jeden Kontakt mit ihrem Sohn abgelehnt, erzählt unter Tränen der heute mehr als 60-jährige Hans Ulrich Wesch, der hier in Wernigerode geboren wurde. “Lebensspuren” bemüht sich auch um Aufklärung über die Bevölkerungs- und Rassenpolitik der Nationalsozialisten. Als Instrument dieser Politik – darüber sind sich die Fachleute einig – war “Lebensborn” nur von marginaler Bedeutung.