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Todeurteile gegen Saddam Hussein und zwei Mitangeklagte

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Todeurteile gegen Saddam Hussein und zwei Mitangeklagte

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Der frühere irakische Präsident Saddam Hussein ist von einem Sondertribunal in Bagdad zum Tode durch den Strang verurteilt worden, knapp zwei Jahre nach seiner Festnahme durch die US-Truppen er. Saddam reagierte auf das Urteil mit dem Ruf “Gott ist groß”; außerdem rief er, Besatzer und Verräter mögen zur Hölle fahren.

Das Irakische Hohe Tribunal verhängte zwei weitere Todesurteile: gegen Saddams Halbbruder Barzan al-Tikriti und gegen den früheren Vorsitzenden des Revolutionsgerichts Hamed al Bandar. Der frühere Vizepräsident Jassin Ramadan erhielt lebenslange Haft.

Auf diese Urteile folgt automatisch ein Berufungsverfahren. Sollten die Todesurteile bestätigt werden, müssten sie innerhalb von 30 Tagen vollsteckt werden. Drei minder bedeutende Angeklagte wurden zu je 15 Jahren Haft verurteilt; ein weiterer – ein örtlicher Funktionär der Baath-Partei – wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

In diesem ersten Verfahren vor dem Tribunal ging es um das Massaker an Schiiten in Dedscheel 1982: Nach einem gescheiterten Attentat gegen Saddam wurden 148 Einwohner der Kleinstadt getötet. In einem weiteren Prozess, der vor kurzem eröffnet wurde, wird Saddam und sechs Mitangeklagten Völkermord in den Kurdengebieten vorgeworfen.