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Kirgisistan: Das Land kommt nicht zur Ruhe.

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Kirgisistan: Das Land kommt nicht zur Ruhe.

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Die seit Tagen anhaltende Konfrontation in Kirgisistan zwischen Präsident Bakijew und zehntausenden Demonstranten hätte ekalieren können – als die Polizei die wütende Menge bis an die Regierungsgebäude heran ließ. Es drang zunächst aber niemand ein.

Die Demonstranten wollen nicht akzeptieren, dass Bakijew Verfassungsänderungen erreichen will, ohne Parlament und Öffentlichkeit darüber zu informieren. Bakijew wolle Superpräsident mit noch mehr Macht werden, so Oppostionspolitiker Temir Sariew: “Wir haben seine Verfassungvorschläge mit größtem Unglauben gelesen.”

Um die Situation zu entschärfen, entließ der Präsident am Mittag seinen Inneminister. Außerdem erklärte er sich zu Gesprächen mit der Opposition bereit. Am Morgen war er nicht im Parlament erschienen um seine Änderungsvorschläge zu erläutern. Die Opposition boykottierte daraufhin die Sitzung.

In Kirgististan war erst vor eineinhalb Jahren der damalige Präsident wegen gefälschter Wahlen gestürzt worden. Aufgebrachte Bürger der ärmsten ehemaligen Sowjetrepublik in Zentralasien verlangen von Bakijew endlich demokratische Reformen und ein Ende der Korruption.