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Nach Strompanne: Prodi fordert EU-Energiebehörde

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Nach Strompanne: Prodi fordert EU-Energiebehörde

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Nach dem Stromausfall in bis zu zehn Millionen Haushalten in Europa hat Italiens Ministerpräsident Romano Prodi eine EU-Strombehörde gefordert. In Europa hänge heute jeder von jedem ab. Eine gemeinsame europäische Energiepolitik existiere jedoch nicht”, so der frühere EU-Kommissionspräsident. Der Blackout wurde durch mehrere Pannen im deutschen Stromnetz ausgelöst.

Als eine der Ursachen nannte ein Sprecher des Netzbetreibers E.on die Abschaltung einer Starkstromleitung vor der Durchfahrt des Kreuzfahrtschiffes “Norwegian Pearl” der Meyer-Werft in Papenburg auf der Ems. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium vermutet außerdem eine Panne bei der Einspeisung von Strom aus Windkraft ins Netz.

Die Versorger müssten ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und ein leistungsfähiges Stromnetz gewährleisten, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin. Wie Dominosteine waren die Netze unter anderem in Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und Österreich für rund eine Stunde ausgefallen. Experten fordern seit Jahren einen Ausbau der Leitungen und Verteilernetze. E.on ist mit einem Umsatz von 56 Milliarden Euro der größte private Strom- und Gasversorger in Europa.