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Präsidentschaftswahl in Nicaragua: Daniel Ortega steht vor Wahlsieg

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Präsidentschaftswahl in Nicaragua: Daniel Ortega steht vor Wahlsieg

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Die Anhänger des nicaraguanischen Ex-Präsidenten Daniel Ortega jubelten schon am Montag morgen – denn der ehemalige Revolutionsführer steht vor seiner Rückkehr ins höchste Staatsamt. Wie die unabhängige Beobachterorganisation Ethik und Transparenz nach einer Schnellzählung in Managua mitteilte, kommt Ortega auf 38,4 Prozent der Stimmen bei einer Fehlermarge von 1,7 Prozent. Damit sei Ortegas Sieg endgültig, hieß es. Zum Wahlsieg braucht Ortega entweder mehr als 40 Prozent oder mindestens 35 Prozent bei einem Abstand von 5 Prozentpunkten auf den Zweitplazierten. Das ist der rechtsgerichtete Eduardo Montealegre, der laut den Beobachtern auf 29,5 Prozent kommt. Die USA hatten Montealegre unterstützt und im Fall eines Siegs von Ortega mit wirtschaftlichen Repressalien gedroht, die dem ohnehin bitter armen Land schwer zu schaffen machen könnten.

Rund 3,6 Millionen Menschen waren zur Wahl eines neuen Staatsoberhaupts aufgerufen. Die unterlegenen Parteien beklagten Unregelmäßigkeiten und Wahlrechtsverletzungen. Zu dem Urnengang waren mehr als 1000 internationale Beobachter nach Nicaragua gekommen.