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EU-Kommisiion will gegen Regierung in Rom vorgehen

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EU-Kommisiion will gegen Regierung in Rom vorgehen

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Die Regierung in Rom blockiert weiterhin den Zusammenschluss der italienischen Autobahngesellschaft Autostrade mit der spanischen Gesellschaft Abertis. Die Europäische Kommission will nun gerichtlich gegen die italienische Regierung vorgehen. Diese war bereits im Oktober abgemahnt worden. Autostrade und Abertis würden den größten Mautbetreiber der Welt bilden. “Diese Angelegehnheit fällt in den Kompetenzbereich der Kommission”, so der Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Charlie McCreevy. “Dieses ist der Konflikt, den Wettbewerbskommissarin Nellie Kroes mit den italienischen Behörden hat. Ein italienisches Gesetz behindert die Bewegungsfreiheit des Kapitals. Um diese zu wahren, sehen wir uns genötigt, ein Gerichtsverfahren gegen Italien anzustrengen.” Der neue Konzern verfügte über ein mautpflichtiges Autobahnnetz mit einer Gesamlänge von mehr als 6.700 Kilometer Länge. Er hätte rund 20.000 Angestellte in 16 Staaten. Denn das spanische Unternehmen Abertis betreibt auch Autobahnen in Lateinamerika. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von 15 Milliarden Euro. Das fusionierte Unternehmen Autostrade – Abertis wird einen Börsenwert von 25 Milliarden Euro und sechs Milliarden Euro Umsatz haben.