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Präsidentenwahl in Nicaragua: Ex-Sandinistenführer Daniel Ortega auf dem Weg zum Sieg

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Präsidentenwahl in Nicaragua: Ex-Sandinistenführer Daniel Ortega auf dem Weg zum Sieg

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Der ehemalige sandinistische Revolutionsführer Daniel Ortega liegt bei der Präsidentschaftswahl in Nicaragua weiterhin in Führung. Nach Auszählung von 62 Prozent der abgegebenen Stimmen entfallen 38,5 Prozent auf Ortega. “Wir müssen zusammenarbeiten”, sagte Ortega, “um die Armut in Nicaragua zu beseitigen und um Sicherheit für nationale und internationale Investoren zu schaffen. Nicaragua will sich entwickeln und seine Beziehungen zur Internationalen Gemeinschaft ausbauen.”

Für Ortega ist es eine Rückkehr an die Macht: Bereits von 1979 bis 1990 bekleidete er das Präsidentenamt in dem mittelamerikanischen Land, in dem rund 70 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Mit seinem Sieg würde die 16 Jahre währende Herrschaft konservativer Parteien in Nicaragua zu Ende gehen. Tausende Anhänger Ortegas feierten den Erfolg ihres Kandidaten mit einem Feuerwerk. Ortega gilt als Verbündeter des venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez, der im Wahlkampf günstiges Öl und Dünger nach Nicaragua geschickt hatte. Die USA drohten bereits mit der Kürzung der Entwicklungshilfe, wenn Ortega die Wahl gewinnt.