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Fortschrittsberichte der Kommission zu Balkanstaaten: Weiter viel Nachholbedarf

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Fortschrittsberichte der Kommission zu Balkanstaaten: Weiter viel Nachholbedarf

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Die Kommission nahm auch die Fortschritte der Balkanstaaten unter die Lupe. Die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien verliefen gut, doch bei Verwaltungs- und Justizreform sei noch einiges zu tun, attestiert Rehn – und die Korruption bleibe ein ernstes Problem. Einzig Kroatien, das als nächster Beitrittskandidat nach Rumänien und Bulgarien ansteht, und Mazedonien haben schon Kandidatenstatus.

Mazedonien bescheinigt Rehn ebenfalls Mängel bei Justiz- und Polizeireform und fordert mehr politischen Willen zum Kampf gegen die Korruption. Besorgt ist er über die Lage der Roma.

Gleiches bescheinigt er Serbien. Das Land verhandelte mit der EU über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen, den ersten Schritt auf dem Weg in die Union. Doch da Serbien weiter bei der Suche nach dem flüchtigen Ex-General Ratko Mladic nicht ausreichend mit dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal zusammenarbeitet, bleiben die Gespräche ausgesetzt.

Auch Albanien, das bereits ein Assoziierungsabkommen mit der EU schloss, muss in Justiz und Verwaltung noch viel aufholen. Das Fazit: Abgesehen von Kroatien ist mit weiteren Beitritten von Balkanstaaten vorerst nicht zu rechnen.