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Hamas droht Israel mit neuen Selbstmordanschlägen

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Hamas droht Israel mit neuen Selbstmordanschlägen

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Nach neuerlichen israelischen Angriffen im Gaza-Streifen hat die radikalislamische Hamas-Bewegung neue Selbstmordanschläge angekündigt – erstmals seit anderthalb Jahren. Nach Angaben aus palästinensischen Krankenhàusern kamen bei den israelischen Angriffen neunzehn Palàstinenser ums Leben, darunter sieben Kinder und fünf Frauen.
Sechs weitere Palästinenser starben bei Feuergefechten – im Gazastreifen sowie auch im Westjordanland.

Der Politbüro-Chef der Hamas, Chaled Meschaal, forderte die Palästinenser zu bewaffnetem Widerstand auf. Er äußerte sich in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Die Opfer unter Zivilisten seien kein Versehen der Israelis, erklärte Meschaal; er gab den USA eine Mitschuld, da sie en Einmarsch in den Gazastreifen mit dem Recht Israels auf Selbstverteidigung entschuldigt hätten.

Als Beweis ihrer Schlagkraft übermittelte die Hamas-Bewegung Videoaufnahmen ihrer Qassem-raketen. In dem Ort Beit Hanun erklärte Hamas-Anführer Nisar Rajan, das “schreckliche Massaker” solle mit neuen Selbstmordanschlägen gerächt werden.
In Beit Hanun waren laut Augenzeugen binnen zehn Minuten insgesamt vier Granaten in Wohnhäuser eingeschlagen. Im Westjordanland wurden fünf Palästinenser bei einem Feuergefecht in Dschenin getötet. Bei einer anderen Schießerei kam ein weiterer Palästinenser ums Leben. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert äußerte sein Bedauern über den Tod von Zivlisten in Beit Hanun. Außenministerin Zipi Liwnibekräftigte jedoch das Recht Israels auf Selbstverteidigung. Verteidigungsminister Amir Perez ordnete am Mittwoch einen zeitweisen Stopp von Artillerieangriffen auf den Gazastreifen an.