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Vermutlich keine neue Weichenstellung in der US-Wirtschaftspolitik

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Vermutlich keine neue Weichenstellung in der US-Wirtschaftspolitik

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Wird die Wirtschaftspolitik Washingtons infolge der neuen Machtverhältnisse im Kongress Veränderungen erfahren? Diese Frage stellen sich nicht nur die Amerikaner. Beobachtern zufolge wird es keine neue Weichenstellung geben. Zum einen scheinen entsprechende Pläne der Demokraten nicht vorzuliegen, zum anderen handelt es sich nicht um einen Regierungswechsel. Den Prognosen zufolge wird sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen und 2007 2,9 Prozent betragen. Zugleich wird die Arbeitslosigkeit leicht ansteigen. Auch das Haushaltsdefizit wird größer. Über das Wohl und Wehe der amerikanischen Wirtschaft wacht die Notenbank, die Federal Reserve. Analysten zufolge wird sich diese im ersten Halbjahr 2007 in der Zinspolitik passiv verhalten. Notenbank-Chef Ben Bernanke dürfte im weiteren Jahresverlauf die Leitzinsen bis auf 4,5 Prozent absenken, um dem nachlassenden Wirtschaftswachstum entgegenzuwirken. Fest steht bisher nur, dass die Demokraten ihr Augenmerk auf die Mittelschicht richten wollen. Dabei geht es unter anderem um eine Anhebung der Mindestgehälter. Der Mindest-Stundenlohn war zur Zeit des demokratischen Präsidenten Bill Clinton auf 5,50 Dollar festgelegt worden. Seit nahezu einem Jahrzehnt ist er nicht angehoben worden.
Auch an der Wall-Street herrschte angesichts des Sieges der Demokraten zunächst Zurückhaltung, doch keine Panik. Es gibt freilich die Befürchtung, dass sich Regierung und Legislative in einigen Gesetzesvorhaben gegenseitig blockieren könnten.
Doch ansonsten gilt: In der Wirtschaft bleibt alles, wie es ist.