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Olmert bietet Abbas Gespräche an

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Olmert bietet Abbas Gespräche an

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Nach dem blutigen Beschuss der Palästinenserstadt Beit Hanun spricht Israel von einem technischen Fehler. Ministerpräsident Ehud Olmert sagte, so etwas sei nicht die Politik Israels. Man habe eigentlich auf Palästinenser gezielt, die Raketen abgefeuert hätten.

Olmert bot aber Palästinenser-Präsident Machmud Abbas Gespräche an. Er sei dazu bereit, das habe er ihm schon zwanzigmal gesagt – jederzeit, überall, ohne Vorbedingungen. Man könne sich einfach hinsetzen und reden. Und, so sagte Olmert weiter, Abbas wäre überrascht, wie weit er in solchen Gesprächen gehen würde. Er könne ihm eine Menge anbieten.

Aber auch die Palästinenser redeten wieder miteinander: Abbas traf Regierungschef Ismail Hanija, und er telefonierte mit dem politischen Führer der radikalen Hamas-Partei, Chaled Meschaal, der in Syrien lebt. Es war der erste Kontakt zwischen beiden seit Monaten.

In Beit Hanun trauerten Zehntausende um die Opfer des israelischen Angriffs, die heute beigesetzt wurden. Die Toten waren in die gelbe Fahne der Fatah-Bewegung gehüllt, aber genauso war auch das Grün von Hamas zu sehen: Auch hier hatte der israelische Angriff die zerstrittenen Gruppierungen nach langem wieder einmal geeint.

Bei diesem Angriff waren achtzehn Menschen getötet worden, darunter Frauen und Kinder, als Panzer auf die palästinensische Stadt in Grenznähe feuerten. Die meisten der Toten gehörten zu ein und derselben Großfamilie. In den Palästinensergebieten gilt für drei Tage Staatstrauer.