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Gemütliches Beisammensein statt Umzug - Jerusalems Gay-Pride-Parade aus Sicherheitsgründen in Stadion verlegt

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Gemütliches Beisammensein statt Umzug - Jerusalems Gay-Pride-Parade aus Sicherheitsgründen in Stadion verlegt

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In Jerusalem haben am Freitag mehr als 2000 Homosexuelle demonstriert. Ihre Kundgebung fand im Gav-Rat-Universitäts-Stadion statt, nachdem ihre geplante Parade durch die Stadt wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden war. Etwa 3000 Polizisten sicherten das Treffen gegen Proteste ultrarthodoxer Juden.

Der Polizeipräsident von Jerusalem sprach von einer der komplexesten Herausforderungen, der sich die
Polizei bislang gegenübergesehen habe. Nach dem Tod von achtzehn Palästinensern durch israelischen Artilleriebeschuß in Beit Hanoun habe man 2500 Mann im arabischen Teil Jeruslames im Einsatz. Der zusätzliche Schutz einer Schwulenparade durch die Stadt würde sie überfordern.

Die Polizei hinderte eine Gruppe von 50 Schwulen-Aktivisten daran vom Gan HaPa’amon-Park in der Stadtmitte zum Universitätsstadion zu ziehen. In dem Park fand auch eine Kundgebung einer kleinen Gruppe von Ultraorthodoxen statt, die sich gegen das Schwulentreffen richtete. Hier kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Ultraorthodoxen und den Homosexuellen, sowie der Polizei. Die Polizei nahm 26 Personen vorläufig fest.

In der vergangenen Woche hatten nahezu nächtlich Ultraorthodoxe aus Protest gegen das Schwulen-Treffen randaliert. Nach ihrer Ansicht
“verschmutzt” die Veranstaltung Israels heiligste Stadt. Auch Moslems und der Vatikan äußerten ihr Missfallen über das Treffen der Schwulen und Lesben.