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Palästinensischer Regierungschef schließt Rücktritt nicht aus

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Palästinensischer Regierungschef schließt Rücktritt nicht aus

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Der palästinensische Regierungschef Ismail Haniyeh von der radikalislamischen Hamas-Bewegung hat erklärt, er würde auf die Führung einer möglichen Koalitionsregierung mit der Fatah verzichten, falls dies nötig sein sollte, um die Wiederaufnahme von westlichen Hilfeleistungen für die Palästinenser zu bewirken.
Sollte der Ministerpräsident das Hindernis sein, das Amerikanern, Europäern und anderen im Wege steht, wird der Ministerpräsident zurücktreten, sagte Hanijeh. Die Hamas würde jedoch weiter Verantwortung tragen; sie werde das palästinensische Volk nie im Stich lassen.
Unterdessen demonstrierten in den Palästinensergebieten erneut zahlreiche Menschen gegen den israelischen Artillerieangriff auf Beit Hanun im Gazastreifen, bei dem am Mittwoch 18 Menschen getötet worden waren. Die Autonomiebehörde hatte danach drei Trauertage ausgerufen. Israel erklärte die Einschläge in Wohnhäusern durch technische Fehler im Artillerie-Leitsystem.
Wegen befürchteter Racheakte setzte die israelische Polizei am Freitag Tausende zusätzlicher Sicherheitskräfte ein. Allein am Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem sollte ein Großaufgebot von Polizisten Unruhen nach dem Freitagsgebet in der Al-Aksa-Moschee verhindern.