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AU-Mission in Darfur gefährdet

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AU-Mission in Darfur gefährdet

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Die Mission der Afrikanischen Union in Darfur ist gefährdet. Dies erklärte der Kommissar für Frieden und Sicherheit der AU, Said Djinnit, bei einem Besuch in der sudanesischen Krisenregion. In Darfur sind derzeit 7.200 AU-Soldaten stationiert. Ende September hatte die AU das Mandat der Truppe bis Jahresende verlängert und eine Verstärkung auf 10.000 Mann beschlossen.

Die finanzielle Unterstützung steht nach wie vor auf schwachen Füßen, sagte Djinnit. Es gebe Zusagen, ber diesen reichten nicht aus, um die Mission der Afrikanischen Union bis Ende Dezember aufrechtzuerhalten. In der westsudanesischen Provinz Darfur führen von der Regierung unterstützte Milizen seit drei Jahren einen Kampf gegen die nicht-arabische Bevölkerung.
Der sudanesische Präsident Omar Hassan al-Baschir widersetzt sich der vom Weltsicherheitsrat beschlossenen Entsendung einer rund 20.000 Mann starken UN-Friedenstruppe in die Unruheprovinz.

Nach Schätzungen sind bisher mehr als 200.000 Menschen getötet worden; weit über zwei Millionen wurden vertrieben.
Unterdessen sagte der Weltsicherheitsrat die Reise einer Delegation zur Afrikanischen Union in Addis Abeba kurzfristig ab. Der Sicherheitsrat ist in der Darfur-Frage uneins.