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Erinnerung an Kriegsende 1918

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Erinnerung an Kriegsende 1918

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In mehreren Ländern Europas ist an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 88 Jahren erinnert worden. Am 11. November 1918 war in Frankreich, im Wald von Compiègne, der Waffenstillstand zwischen den Alliierten und dem Deutschen Reich unterzeichnet worden.

In Frankreich ist dieser Tag ein nationaler Feiertag. Am Triumphbogen in Paris legte Staatspräsident Jacques Chirac einen Kranz am Grab des Unbekannten Soldaten nieder. Auch ein Kriegsveteran von damals nahm an der Zeremonie teil, 107 Jahre alt und einer der letzten Überlebenden – der “poilus”, wie Frankreichs Soldaten genannt wurden. Der älteste von ihnen war kurz vor dem Gedenktag gestorben, er wurde 111 Jahre alt.

Für das ganze Wochenende sind viele weitere Veranstaltungen geplant, ebenso wie zum Beispiel in Großbritannien. In der Hauptstadt London prägten Glockenschläge und zwei Schweigeminuten den Beginn des Gedenkens, wie schon seit 1919. Zur gleichen Zeit nahmen auch die britischen Truppen im Irak und in Afghanistan an dem Gedenken teil.

Die Hauptveranstaltung fand auf dem Trafalgar Square statt, von jeher der Platz für Kundgebungen: Zum Ende des Schweigens stimmte ein Hornist den traditionellen Weckruf an. Vier Kampfflugzeuge überflogen danach den Platz. In den Brunnen auf dem Platz sammelten sich papierne Mohnblüten – roter Mohn hatte in Massen auf den Schlachtfeldern geblüht. Für die Soldaten war es das Blut in der Erde, das die Blüten gefärbt hatte.