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Mehr als fünfzig Tote bei Anschlägen in Bagdad

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Mehr als fünfzig Tote bei Anschlägen in Bagdad

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Bei einer Serie von Terroranschlägen in Bagdad und der näheren Umgebung sind mehr als fünfzig Menschen ums Leben gekommen. Der schwerste Anschlag ereignete sich vor einem Rekrutierungsbüro der Polizei im Westen der irakischen Hauptstadt: Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich inmitten der Bewerber in die Luft und rissen mehr als dreissig von ihnen mit in den Tod; weitere sechzig seien verletzt worden.

In der Innenstadt von Bagdad starben mindestens fünf Zivilisten bei zwei Anschläge mit Autobomben. Bei einem der Anschläge hatten die Attentäter einen zweiten Sprengsatz versteckt, der detonierte, als die Polizei eintraf. Ein Beamter wurde getötet.

Weitere tödliche Anschläge wurden in Randbezirken von Bagdad verübt, sowie in Jussufija 25km südlich der Hauptstadt.
Die Polizei fand nach eigenen Angaben im Laufe des Tages zwanzig Leichen von Unbekannten in den Straßen von Bagdad.
Unterdessen teilte das US-Militärkommando mit, Soldaten hätten bei Kämpfen im Norden der Hauptstadt 38 “Terroristen” getötet und neun weitere verletzt. Unterdessen rief der irakische Ministerpräsident al-Maliki seine Koaltionspartner angesichts der schwierigen Lage zu einer “vollständigen Kabinettsumbildung” auf. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.