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Südosseten stimmen über Unabhängigkeit von Georgien ab

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Südosseten stimmen über Unabhängigkeit von Georgien ab

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Ein winziges Volk, ein winziges Land – aber sie wollen die Unabhängigkeit, jedenfalls vom bisherigen Mutterland Georgien. Am Sonntag stimmt Südossetien darüber ab: Dabei ist Unabhängigkeit nur ein anderes Wort für den erhofften Anschluss an Russland, wo weitere Osseten in der eigenen Teilrepublik Nord-Ossetien leben. Dieser Student sagt, Südossetien sei längst unabhängig. Was man nun wolle, sei die Anerkennung durch die internationale Gemeinschaft. Erkenne diese die Unabhängigkeit erst einmal an, werde man ein freies Volk werden und vor den Bedrohungen und Anfeindungen Georgiens sicher sein. Ethnisch gehören die Osseten nicht zu den Georgiern, sie sind ein eigenes Volk mit einer eigenen Sprache. De facto haben sie sich schon Anfang der neunziger Jahre von Georgien gelöst. Das Referendum findet angesichts großer Spannungen zwischen Russland und Georgien statt. Georgiens Ministerpräsident Surab Nogaideli bekräftigte gegenüber EuroNews, dass es nur eine friedliche Lösung für den Konflikt gebe. Die russische Seite versuche den Eindruck zu erwecken, als wolle Georgien einen Krieg beginnen. Das müsse aufhören, die Gefahr eines Krieges müsse endgültig gebannt werden. Die georgische Regierung verlangt deshalb eine Entmilitarisierung der Region. Dort ist seit 1992 eine Friedenstruppe im Einsatz, die aus süd- und nord-ossetischen, sowie aus russischen und georgischen Soldaten zusammengesetzt ist.