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Kompromiss im EU-Ministerrat über Schleichwerbungs-Verbot

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Kompromiss im EU-Ministerrat über Schleichwerbungs-Verbot

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Die EU-Staaten wollen Schleichwerbung im Fernsehen grundsätzlich verbieten. Ein notorischer BMW-Fahrer wie James Bond könnte im Fernsehen wahrscheinlich dennoch weiter gezeigt werden, denn für die Platzierung von Produkten in Filmen, TV-Serien, Sportsendungen und leichter Unterhaltung sollen Ausnahmeregelungen möglich sein. Die Europäische Kommission wollte die Produkt-Platzierung zunächst völlig freigeben. Der Rat der EU-Kultusminister einigten sich auf einen Kompromiss-vorschlag der finnischen EU-Ratspräsidentschaft.

Die Plazierung von Produkten sei gegenwärtig die reine Anarchie, sagte die EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft, Viviane Reding. Auf der Grundlage der Kommissions-Vorschläge sei nun Ordnung geschaffen worden, um mit klaren Regeln die Zuschauer und Verbaucher zu schützen. Nach den neuen Vorschriften sei die Plazierung von Produkten unter anderem bei Kindersendungen und Nachrichten verboten.

Sieben Länder erhoben nach letzten Änderungen am Kompromisstext noch Einwände. Beschlossen ist die Neufassung der EU-Fernsehrichtlinie mit der Ausrichtung im Ministerrat noch nicht. Als nächstes muss das Europäische Parlament seine Haltung festlegen.