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Referendum in Süd-Ossetien international kritisiert


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Referendum in Süd-Ossetien international kritisiert

Die Einwohner der georgischen Region Südossetien haben zum zweiten Mal für die Unabhängigkeit gestimmt. 99 % der Bevölkerung sollen nach Angaben der Wahlbehörde dafür sein. Die Volksabstimmung wird nicht nur von Georgien, sondern auch international abgelehnt. Sie werde die Spannungen in der Kaukasus-Region erhöhen, warnte die NATO. Auch die USA und die EU werden das Referendum ignorieren.

Den gleichzeitig wiedergewählten Ossetien-Präsidenten Eduard Kokoiti beeindruckt die Kritik wenig: “Das Ergebnis des Referendums ist ein gewichtiges Argument. Und wenn unsere Gegner es heute ablehnen – sie werden es eines Tages annehmen müssen. Eigentlich ist Südossetien schon ein anerkannter Staat.”

Die georgische Minderheit in Süd-Ossetien boykottierte das Referendum der Separatisten und wählte in einem Selbstorganisierten Votum einen Gegen-Präsidenten. Dimitri Sanakojew sagte, trotz allem müsse man zusammenleben. Viele ethnische Georgier waren während der Waffengewalt in den 90er Jahren geflohen und würden gerne nach Süd-Ossetien zurückkehren.

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