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Regierung des Libanon vor Zerreißprobe In der politischen Krise im Libanon ist weiter kein Ausweg in Sicht

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Regierung des Libanon vor Zerreißprobe In der politischen Krise im Libanon ist weiter kein Ausweg in Sicht

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Nachdem am Samstag fünf Minister ihren Rücktritt erklärt hatten, sagte Staatspräsident Emile Lahoud, die Regierung könne keine Entscheidungen mehr treffen. Die Minister gehören zur radikalen Hisbolla und der mit ihr verbündeten Amal- Bewegung. Die Hisbollah versucht derzeit, ihre Macht auszubauen und droht mit Protesten, sollte sie nicht ein Drittel der Ministerposten bekommen.

Der Führer der Parlamentsmehrheit Saad Hariri, Sohn des ermordeten Präsidenten Rafik Hariri, beschuldigte nun Syrien und den Iran, die Bildung des internationalen Tribunals zu verschleppen, das die Hintergründe des Attentates auf Rafik Hariri im Februar 2005 aufklären soll.

Das Attentat auf Hariri sorgtim Libanon nach wie vor für Streit. Das Projekt eines internationalen Tribunals soll heute in einer außerordentlichen Kabinettssitzung besprochen werden. Die Hisbollah dementierte Berichte, wonach ihre Minister vor allem wegen der Kontroverse um das Attentat und dessen gerichtliche Aufarbeitung zurückgetreten seien.