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EU-Kommission billigt Fusion aus GDF und Suez unter Auflagen

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EU-Kommission billigt Fusion aus GDF und Suez unter Auflagen

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Für den Zusammenschluss der französischen Energiekonzerne Gaz de France und Suez ist eine weitere wichtige Hürde gefallen. Die EU-Kommission gab der Fusion nach eingehender Prüfung grünes Licht. Allerdings billigte Brüssel die Operation nur unter Auflagen. So müssen GDF und Suez Tochtergesellschaften vor allem in Belgien verkaufen.

EU-Wettbewerbskommissarin Nellie Kroes erklärte, die Billigung des Fusionsvorhabens sei zwangsläufig erfolgt. Der Zusammenschluss der beiden Anbieter bedeute einen großen Vorteil für Verbraucher und Geschäftskunden – allerdings nur mit den Auflagen der EU. Andernfalls wäre eine riskante Situation entstanden. So aber sei sich die Kommission sicher, dass die Fusion im Interesse der Kunden liege.

Die für die Fusion notwendige Privatisierung von GDF war von Nationalversammlung und Senat in Paris gebilligt worden. Künftig verringert sich der Staatsanteil auf 34.6 Prozent. Mehr als die Hälfte der Anteile hingegen kommt in Streubesitz, der Rest wird von institutionellen Investoren und – zu einem kleinen Teil – von den GDF-Mitarbeitern gehalten.

Am 22. November beraten die Aufsichtsräte von GDF und Suez über die Entscheidung aus Brüssel. Erwartet wird, dass sie die Auflagen der Kommission rasch umsetzen. Auch soll dann über einen Namen des neuen Konzerns entschieden werden. Gaz de France geht in die Fusion mit hohen Gewinnen und einem kräftigen Umsatzanstieg. Das wurde in der am Dienstag vorgelegten Neun-Monats-Bilanz deutlich. Demnach wuchs der Umsatz um mehr als ein Drittel auf knapp 20 Milliarden Euro.
Der Auslandsumsatz schnellte sogar um über 60 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro in die Höhe.